Geschichtliches
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Amalie Hohenester |
Der Ursprung der Wallfahrt geht weit in die Vergangenheit zurück.
Wie die meisten alten Kurbäder verdankt auch Mariabrunn seine Existenz einem
wundersamen Ereignis.
An einem Mittwoch im Jahre 1662 hackte der Landmann Georg Schlairböck aus
Ampermoching im sogenannten "Gerichtsschlag "Holz. Durstig trinkt er aus
einer Quelle die er soeben gefunden hat. Neben dem Durst hat auch sein Bruch,
an dem er jahrelang gelitten hat, merklich nachgelassen, wie er später bei
einer eidesstattlichen Erklärung berichtete. Man ließ die Quelle in Holz fassen
und analysierte das Heilwasser. Die Kraft der Quelle begünstigte die Genesung
bei Kopfschmerzen, Magen- und Augenbeschwerden, Nieren-, Blasen-, Harn-
und Geschlechtskrankheiten .
Der große Wendepunkt für Mariabrunn kam im Jahre 1862 als eine Frau das
Anwesen aufkaufte und das Bad übernahm. Unter Amalie Hohenester gelangte
der Wallfahrts- und Kurort zu Glanz und Ruhm . Die Wunderdoktorin kurierte
einst einen Baron von Rothschild, den Großfürtsten Nikolai Nikolaijewitsch,
"Sissi "die Kaiserin von Österreich oder die Exkönigin von Hannover mit brutalen
Kaltwasserduschen und strenger Diätkost.
Aus allen Ecken Europas kamen die Gäste angereist. Obwohl von den Ärzten wegen
ihres großen Zulaufs angefeindet und als Kurpfuscherin abgestempelt, wurde sie
von
ihren Patienten wie eine "Heilige" verehrt.
Amalie Hohenester war bis zu ihrem frühen Tod mit
Geheimnissen behaftet.
Das Anwesen ist seit 1907 im Besitz der Familie Breitling.